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27.05.2018 - 

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Richtungsweisende Entscheidungen auf der Mitgliederversammlung des Rheinischen Fischereiverband von 1880 e.V.

Der Entscheidung zur Beitragsanpassung folgte die Mitgliederversammlung mit einer fast 90% Mehrheit

Die Mitgliederversammlung des Rheinischen Fischereiverbandes war geprägt von richtungsweisenden Entscheidungen die, die zukünftige Verbandsausrichtung bestimmen. Über einige Tagesordnungspunkte haben die Delegierten der Vereine kontrovers, wie kaum auf einer Mitgliederversammlung diskutiert, um dann mit Ihren Stimmen klare Vorgaben an den Vorstand zu formulieren.

Gleich zu Anfang der Versammlung wies Reiner Gube auf die wichtigen zu treffenden Entscheidungen hin und plädierte für eine offene und ehrliche Aussprache der anwesenden Delegierten.

In seiner Eröffnungsansprache zeigte sich der Vorsitzende Reiner Gube erfreut, so viele Delegierte aus den Mitgliedervereinen begrüßen zu dürfen. Als Ehrengäste wurde Herr Deppe (MDL), Herr Nüsse (FV NRW), Herr Dabrock (LFV), Herr Schulte (LWA) mit seiner Gattin sowie Herr Dr. Staas (RFG), Ehrenmitglied Frau Rohmann (RhFV) und der Ehrenvorsitzenden Herr Sollbach (RhFV) begrüßt.

Reiner Deppe (MDL) stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion und umweltpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz sprach in einem kurzen Grußwort die anstehende Kormoranverordnung an und hofft das diese juristisch wasserfest zum Tragen kommt. Er begrüßte die große öffentliche Akzeptanz beim Wanderfischprogramm für den Lachs und den Maifisch, sieht diese aber noch nicht ausreichend beim Aal. Den Schutz der Gewässer sieht Reiner Deppe bei den Fischereiverbänden in den richtigen Händen und freut sich, dass wir uns grundsätzlich, bei den wichtigen umweltpolitischen Themen immer einig waren.

Johannes Nüsse, Präsident des Fischereiverband NRW überbrachte die Grüße des Präsidiums und berichtete von den Nachwahlen, auf der Mitgliederversammlung des Fischereiverbandes. Insbesondere begrüßte er die gute Zusammenarbeit mit der neuen Landesregierung und der Verwaltung im MULNV. Er sprach Änderungen der Landesfischereiverordnung an und forderte die Beteiligung der Fischereiverbände an Wasserrechtsverfahren. Zum Tagesordnungspunkt 19 würde Johannes Nüsse den Verbleib aller drei NRW Landesverbände im Bundesverband DAFV, sehr begrüßen.

Hermann Dabrock, stellvertretender Vorsitzender des Landesfischereiverband Westfalen und Lippe e.V. überbrachte die Grüße seines Landesverbandes, insbesondere die Grüße vom Vorsitzenden Horst Kröber, der leider verhindert war.

Udo Schulte, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes der Westfälischen Angelfischer e.V. überbrachte die Grüße seines Landesverbandes und wies darauf hin, dass Jäger und Angler Umweltschützer sind und im selben Boot sitzen.

In der Angelegenheit um den Rücktritt des stellvertretenden Vorsitzenden Hanns Hönigs gibt der Verbandsjustiziar RA Klaus Grützner eine ausführliche Stellungnahme. Die Entscheidung des RhFV Vorstandes, eine endgültige Vorgehensweise der Mitgliederversammlung vorzuhalten hält der Justiziar für sehr vernünftig. Aufgrund zwischenzeitlich erfolgter weiterer Aktivitäten außerhalb des RhFV, hält RA Klaus Grützner ein weiteres Vorgehen durch den RhFV, sowie eine Beschlussfassung durch die Mitgliederversammlung, für unnötig. Die Mitgliederversammlung folgt dieser Einschätzung und stimmte einstimmig der vorgetragenen Vorgehensweise zu.

Nach dem auf einer Hauptversammlung stattfindenden administrativen Versammlungsteil, der Feststellung der Mandate, der Verlesung des Kassenprüfberichtes, des Kassenberichtes und des Haushaltsvoranschlages für das Jahr 2018 erfolgte die Entlastung des Vorstandes, mit Ausnahme des zurückgetretenen stellvertretenden Vorsitzenden, einstimmig.

Zur Neubesetzung des stellvertretenden Vorsitzenden hatte der Vorstand eine kommissarische Besetzung, bis zur regulären Neuwahl im Jahr 2020, vorgeschlagen. Dazu hatte sich Bernd Rochholz (Vorsitzender BZG Neuss) dem Vorstand vorgestellt. Herr Rochholz hatte die Bereitschaft zur Übernahme des Amtes schriftlich bestätigt, da er zur Versammlung nicht anwesend sein konnte. Um das Amt des Schatzmeisters im Jahr 2020 neu besetzen zu können, schlug Reiner Gube vor, bereits jetzt, dem amtierenden Schatzmeister Heinrich Homann, jemanden kommissarisch zur Seite zu stellen, damit eine ordentliche Einarbeitung, auch der Bezirkskassen, gewährleistet ist. Dazu hatte sich Herr Julian Deget (BZG Neuss) gemeldet. Gemeinsam mit Bernd Rochholz wird er eine Prüfung der Finanzabläufe vornehmen und die Einrichtung eines Finanzcontrollings vornehmen. Die Delegierten der Mitgliedervereine bestätigen die Vorgehensweise und benennen Bernd Rochholz kommissarisch in das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden sowie Julian Deget kommissarisch an die Seite des Schatzmeisters Heinrich Homann.

Ein kontrovers diskutierter Punkt war der Tagesordnungspunkt 19, die Beschlussfassung einer Beitragserhöhung, verbunden mit dem weiteren Verbleib im Deutschen Angelfischereiverband. Dazu wies Reiner Gube darauf hin, dass zu diesem Thema in der Vergangenheit mehrfach berichtet wurde. Auf den Mitgliederversammlungen der Bezirke, auf der Infoveranstaltung des RhFV und auch in der Info – Zeitschrift des Verbandes wurde die vom Vorstand vorgeschlagene Beitragserhöhung ausführlich publiziert. Nicht alle Mitglieder hielten die Beitragsanpassung für nötig. Jedoch kristallisierte sich nach langer Diskussion eine breite Mehrheit für eine Beitragsanpassung heraus.

Diskussionsbeiträge ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Nur wenn die Fischerei mit einer Stimme spricht, können wir sicher sein auch gehört zu werden
  • Ohne Mitgliedschaft im DAFV bedarf es keiner Beitragsanpassung
  • Wenig Vertrauen in den Bundesvorstand
  • Fischerei erhalten ist eine wichtige bundesweite Aufgabe
  • Die Industrie kann „Lobbyismus“    die Fischerei anscheinend nicht
  • Es ist wichtig den Bundesverband zu stärken
  • Es ist unsolidarisch aus dem DAFV auszutreten, aber von der DAFV Politik zu profitieren
  • Ohne DAFV würden alle Landesverbände unorientiert arbeiten (nur auf die eigenen Füße schauen)

Zum Abschluss der Diskussion verwies Reiner Gube auf die letzte Beiratssitzung und der dort erfolgten Beschlussfassung durch die Beiräte, sowie der dort positiven Abstimmung zur Beitragserhöhung.

Der Entscheidung zur Beitragsanpassung, die kontrovers wie kaum eine andere diskutiert wurde, folgte auch die Mitgliederversammlung mit einer fast 90% Mehrheit.

Auch die gemeinsame Zukunft der Fischerei in Nordrhein – Westfalen war Thema der Hauptversammlung. Für das Ziel einer gemeinsamen Zukunft aller Fischereiverbände in NRW bat der Vorsitzende Reiner Gube die Mitgliederversammlung um eine Beauftragung, Gespräche mit den Schwesterverbänden aufzunehmen. Für die zukünftigen Ziele einer gemeinsamen Fischereipolitik in NRW wäre dies förderlich. Auch Johannes Nüsse, Präsident des FV NRW, bittet darum diese Gespräche aufzunehmen, um gemeinsam zukünftige Organisationsformen zu entwickeln. Auch diesem Tagesordnungspunkt folgte die Beschlussfassung zur Aufnahme von Gesprächen, mit fast 90% Mehrheit der Delegiertenstimmen.

Eine von RA Klaus Grützner vorgetragene Zusammenfassung zur neuen EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wird den Vereinen demnächst auf der Homepage zum Download angeboten.

Zum Ende der Mitgliederversammlung dankte Reiner Gube allen Delegierten für das große entgegengebrachte Vertrauen in die zukünftige Arbeit des Vorstandes.

Am 17. Mai 2018 in Voerde

Ihr Einstieg in die faszinierende Welt des Fischen mit der künstlichen Fliege

Angeln und die GroKo

Die Messe hatte ein umfangreiches und interessantes Rahmenprogramm zu bieten. Vorträge, Reiseberichte, Tipps und Tricks namhafter Experten boten viel...

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