Interdisziplinärer Austausch und Weiterbildung zur Umsetzung des fischökologischen Managementplans für den Rhein in Nordrhein-Westfalen und seine Aue als Bestandteil der Landesstrategie 2024-2025 zur Klimaanpassung NRW
Das Projekt wurde gefördert aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen.

Europäischer Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds (EMFAF) zur Förderung von Investitionen in eine nachhaltige Fischerei und Aquakultur
Antragsteller:
Rheinischer Fischereiverband e. V. (RhFV)
Der RhFV ist ein gemeinnütziger Verband und vertritt rund 38.800 Angler aus 400 Vereinen im gesamten Rheinland. Als nach Umweltrechtsbehelfsgesetz anerkannter Umweltverband engagiert er sich mit seinen Fischereibiologen und Fischwirtschaftsmeistern in zahlreichen Artenschutzprojekten am Rhein, darunter internationale Projekte zu Lachs, Maifisch und Aal.
Projektlaufzeit
01. Dezember 2025 – 31. Oktober 2028 (35 Monate)
Hintergrund & Zielsetzung
Der Rhein und seine Auen wurden 2015–2019 im Rahmen eines fischökologischen Managementplans bewertet. Ziel des aktuellen Projekts ist die Optimierung und Erweiterung der Auenbereiche unter Berücksichtigung klimatischer Veränderungen und im Rahmen der Landesstrategie 2024-2025 zur Klimaanpassung in Nordrhein-Westfalen.
Kern-Zielbereiche des Vorhabens
- Kommunikation & Erlebbarkeit: Ökosystemleistungen der Fluss-Auen sichtbar machen
- Klima-Resilienz: Stärkung des Wasserhaushalts im dichtbesiedelten NRW
- Biodiversität: Schutz aquatischer Arten und terrestrischer Übergangszonen
- Hochwasserschutz: Schaffung von Retentionsräumen in Deichvorlanden
Projektaktivitäten
- Interdisziplinäre Arbeitstreffen: Vernetzung aller Stakeholder, Fachgruppen zu speziellen Themen
- Beteiligung aller Partner: Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, Bezirksregierungen, Kreise, Städte, Landwirtschaft, Naturschutz, Fischereiverbände, Fachöffentlichkeit
- Fischökologische Expertise: Einsatz erfahrener Fachkräfte (z. B. Dr. Andreas Schabert) zur fachlichen Umsetzung
- Kommunikationskonzept: Entwicklung eines Konzeptes zur Vermittlung der Projektziele und Förderung der Akzeptanz
- Auswahl von Vorrangbereichen: Analyse der Rheinstrom-Korridore in NRW, Festlegung von Pilotflächen
- Pilotprojekte: Umsetzung erster Maßnahmen inkl. technischer Planung und Kostenabschätzung
- Finanzierungsunterstützung: Erarbeitung von Möglichkeiten zur Nutzung staatlicher und privater Förderinstrumente
Fazit
Das Projekt legt den Grundstein für eine nachhaltige, klimaresiliente Entwicklung des Rheins in NRW. Es stärkt die Artenvielfalt, den Hochwasserschutz und die öffentliche Wahrnehmung gesunder Fluss-Auen.



