Regionallehrgang Köln

Hauptthema: Fördermöglichkeiten

Foto: Kaspers

Trotz vorherrschender Karnevalszeit fanden sich rund 20 Rheinländer aus dem Kölner Raum im Vereinsheim der Angelsportgruppe Ford Köln am Fühlinger See ein, um den facettenreichen Vorträgen des ersten Regionallehrgangs 2019 zu lauschen. Den ersten Vortrag des Abends hielt der stellvertretende Verbandsvorsitzende Frank Kleinwächter. Er thematisierte die Vorteile der organisierten Angelfischerei und informierte die Gäste über die Leistungen des Rheinischen Fischereiverbandes. Anschließend referierte Jonas Stratmann, Gruppenleiter für Förderprogramme beim Landessportbund (LSB), zum Thema der Doppelten Mitgliedschaft im LSB. Jeder Angelverein der im RhFV organisiert ist, ist zeitgleich Mitglied im Landessportbund. Wenn sich ein Verein darüber hinaus zu einer Mitgliedschaft im lokalen Kreis- bzw. Stadtsportbund entschieden hat, ist die Voraussetzung einer Doppelten Mitgliedschaft erfüllt. Fördergelder für diverse Maßnahmen wie die Sanierung eines Vereinsheims, die Errichtung von Angelstegen können wahrgenommen werden. Auch stehen jedem Verein mit einer Doppelten Mitgliedschaft jährlich bis zu sechs Stunden kostenfreie Beratung zu, erklärt Stratmann. Der Vorsitzende des gastgebenden Vereins, Michael Hasenhütl, berichtete über die Vorteile, die sein Verein gegenwärtig vom LSB wahrnimmt. Einen 5-stelligen Betrag bezog der Verein über diese Solidargemeinschaft, um das Dach des Kölner Vereinsheims, sowie die maroden Fenster des Gebäudes zu sanieren. Stratmann merkte hierzu an, dass der Stadtsportbund Köln ein finanzstarker Verbund sei. Nicht jeder Kreis- oder Stadtsportbund könnte Maßnahmen in solch einer hohen, fünfstelligen Summe gewährleisten. Nichtsdestotrotz sei dies ein gutes Beispiel dafür, welche Möglichkeiten einen Doppelte Mitgliedschaft mit sich bringen kann. Abschließend referiert Christian Kaspers, Bezirksvorsitzender im Bezirk Kleve, über die Hegealternative des Entnahmefensters. Aus dem im Jahr 2017 von Prof. Dr. Robert Arlinghaus publizierten Praxisleitfaden „Nachhaltiges Management von Angelgewässern“ gehen situativ bedingte Vorteile des Entnahmefensters im Vergleich zum standardgemäßen Mindestmaß hervor. Insbesondere bei Raubfischen wie dem Hecht, kann unter bestimmten Umständen, gerade an kleinen und mittelgroßen Gewässern, laut Forschungsergebnisse ein Entnahmefenster eine naturnahe und stabile Hechtpopulation gewährleisten. Kaspers stellte hier auch rechtliche Rahmenbedingungen und aktuelle Beispiele implementierter Entnahmefenster in Angelvereinen vor. Die regen Diskussionsrunden im Anschluss an die Präsentationen signalisierten ein großes Interesse an den unterschiedlichen Vortragsinhalten. Der nächste, für RhFV-Mitglieder kostenfreie Regionallehrgang wird am Donnerstag, 16. Mai, um 18 Uhr im Vereinsheim des ASV Kleve (Ziegelstraße 106, 47533 Kleve) stattfinden.

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