RhFV Regionallehrgang in Kleve

u.a. Vor- und Nachteile eines "Küchenfenster" bei der Bewirtschaftung von Baggerseen

Luettke

von C.Kaspers

Im Vereinshaus des ASV Kleve fand der zweite von drei Regionallehrgängen in 2019, des Rheinischen Fischereiverbandes von 1880, statt.

Teilnehmer aus der Region lauschten den Vorträgen der drei Referenten. Eingangs referierte Frank Kleinwächter nach seinen Grußworten über die Vorteile der organisierten Fischerei. Er präsentierte Zahlen, Daten und Fakten zu den Leistungen des Verbandes.

Anschließend referierte Jonas Stratmann, Gruppenleiter für Förderprogramme des Landessportbundes (LSB), über die Vorteile einer „Doppelmitgliedschaft“ – Mitgliedschaft im Landessport-, sowie Stadt- bzw. Kreissportbund. Mit Rede und Antwort stand er den Anwesenden zur Verfügung. Insbesondere im Förderprogramm „1000x1000“ seien Angelvereine förderfähig. Im Jahr 2019 stellt das Land Nordrhein-Westfalen dem Landessportbund NRW eine Fördersumme von zwei Millionen Euro zur Verfügung. Anträge sollten nach Möglichkeit kurzfristig eingereicht werden. Nur so sei die Aussicht auf eine Förderung groß. Ganz dem Motto: „Wer zuerst kommt, malt zuerst“, werden die Anträge nach dem Eingangsdatum sortiert und abgearbeitet. Im Rahmen von „1000x1000“ seien beispielweise Schnupperangeln am Vereinsgewässer mit Kindern und Jugendlichen während einer Ferienzeit förderfähig. Bei einer derartigen Veranstaltung würde der Förderschwerpunkt „Kooperation Sportverein mit Schulen“ zu tragen kommen. Weitere Informationen zum Förderprogramm „1000x1000“ gibt es unter: www.lsb.nrw/service/foerderungen-zuschuesse/foerderprogramm-1000x1000/ .
Die Förderung von Sanierungs- und Reparaturarbeiten in Vereinshäusern oder gar eine finanzielle Unterstützung beim Bau von Angelstegen können möglicherweise über die Kreis- bzw. Stadtsportbünde stattfinden. Der LSB will sich aber auch hier langfristig – in den nächsten zwei Jahren – stark machen und Förderprogramme auf den Weg bringen, hieß es.

Zu Letzt sprach Christian Kaspers, Vorsitzender des  Klever Bezirk, über die Vorteile und Voraussetzungen der Hegemaßnahme eines Entnahmefensters. Grundlage seiner Präsentation waren die Arlinghaus´chen Forschungsergebnisse, die 2017 vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei im Praxisleitfaden „Nachhaltiges Management von Angelgewässern“ (Link zur PDF: www.ifishman.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/2017/IGB_Bericht_30_2017_b.pdf) nach den Arlinghaus´chen Forschungsergebnissen veröffentlicht wurden. In dem Vortrag zeigte Kaspers auf, wann das „Küchenfenster“ bei sich reproduzierenden (Raub-)Fischarten zu einer Stabilisierung der Population führen kann. Darüber hinaus zeigte der Klever Bezirksvorsitzende Beispiele auf, wo ein Entnahmefenster bereits in Deutschland eingesetzt wird. Die gegenwärtigen Vorhaben zur Novellierung des Fischereigesetzes in Hamburg beinhalten ein Stadt weites Entnahmefenster für einige Fischarten. Das Entnahmefenster wird gegenwärtig in einigen Bundesländern und Stadtstaaten als zusätzliche Maßnahme zum reinen Mindestmaß diskutiert.

Wir bedanken uns beim ASV Kleve für die freundliche Unterstützung.

In einem Onlinebeitrag „Angler in Sicht?“ gibt die Organisation Tipps gegen Angler.

Die Hitzeperiode in 2019 hinterließ deutliche Spuren.

wir bedanken uns bei allen Gästen, unseren Jugendleitern und Betreuern, den Guides und hoffen alle hatten eine schöne Zeit

Es nahmen 40 Angler aus 8 Vereinen teil

© 2019 Rheinischer Fischereiverband von 1880 e.V.