Auch in 2019 wurde in vielen Gewässern Sauerstoff zur Mangelware

Die Hitzeperiode in 2019 hinterließ deutliche Spuren.

Foto: Luettke

Viele kleine Gewässer überhitzten oder drohten trocken zu fallen. Jedoch nicht die Erwärmung der Gewässer war das große Problem, sondern der Sauerstoffmangel. Je mehr sich die Gewässer aufheizen, umso geringer ist der Sauerstoffgehalt im Wasser. Salmoniden sind davon ganz besonders betroffen. Die kritische Grenze liegt bei 4 Milligramm Sauerstoff/Liter und bei einer Wassertemperatur von über 28 Grad kommt es zu Fischsterben.

Ein Gewässer von vielen:

In der Gemeinde Schwalmtal war der Kranenbach trockengefallen

Als auch der vom Kranenbach gespeiste Kranenweiher trocken zu fallen drohte, reagierte der Schwalmverband sofort. Nach Rücksprache mit dem Rheinischen Fischereiverband entschied man eine Fischbergung durchzuführen um die Fische in ein nahegelegenes Gewässer umzusetzen. Zuerst wurden die größeren Fische mit einem Zugnetz geborgen. Dies stellte sich aufgrund der örtlichen Gegebenheit als schwierig dar. Deswegen entschied man weiter, eine elektrische Abfischung des Gewässers vorzunehmen. Der Rheinische Fischereiverband bat dazu die E-Fischertruppe der unteren Eifelrur um Hilfe. Sehr kurzfristig konnten die E-Fischer mit der Abfischung beginnen. Ein EFGI 4000 und drei EFGI 650 kamen zum Einsatz. Trotz des mittlerweile nur noch ca. 35 cm hohen Wasserstandes, gestaltete sich das Waten als sehr schwierig. Aufgrund des hohen Schlammgehaltes im Kranenweiher sanken die E-Fischer bis an die Hüften ein. Deshalb wurde entschieden ein Boot und das EFGI 4000 einzusetzen. So konnte der Weiher effektiv elektrisch abgefischt werden.

Insgesamt wurden 9 Arten vor dem Erstickungstod gerettet. 1470 Rotaugen, 930 Moderlieschen, 52 Hechte sowie Aale, Gründlinge, Döbel, Giebel, Karpfen und Schmerlen.

Dank an Thomas Schulz (Schwalmverband), der sofort reagierte und an die E-Fischer, Heinz-Josef Jochims, Egon Luettke, Peter Richter, Christian Moj, Uli Frings, Jürgen Neumann, Falk Kittel und Stefan Turobin die allesamt ehrenamtlich im Einsatz waren.

Mit dicken Nasen und großen Rotaugen

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