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Rheinischer Fischereiverband von 1880 e.V.

Mitglied im Fischereiverband Nordrhein-Westfalen e.V.

Mitglied im Landessportbund Nordrhein-Westfalen e.V.

Mitglied im Deutschen Angelfischerverband e.V.

 

Der Rheinische Fischereiverband von 1880 e.V. ist der Verband für Angler und aller am Schutz von Natur, Umwelt und Gewässern 
interessierten Bürger und Organisationen.

 

 

Vorgehen bei Gewässer-Notfällen - insbesondere in sommerlichen Hitzephasen und bei drohenden Fischsterben

Eine Handlungs- und Melde-Empfehlung des RhFV
Die Hitzesommer haben auch im Rheinland zu erheblichen Gewässer-Notfällen geführt, bei
denen schwindende Wasserstände und extreme...

 

...Wasserwerte (°C, pH, O2, N-/P-Parameter) zu gravierenden Problemen, teilweise bis hin zu
Fischsterben geführt haben.Probleme, insbesondere an Stillgewässern, lassen sich oft an
folgenden Beobachtungen erkennen:
- hohe Wassertemperaturen (weit über 20 ° C), ggf. fallende Wasserstände
- Algenblüten und Wassertrübung, ggf. organische Belastungen / Einträge
- auffällige Fischaktivität an der Oberfläche („Schnappen“) oder erste tote Fische

In Verdachtsfällen oder bei akuten Notfällen sollten unsere Anglervereine folgende Melde-Wege und
Hilfsmöglichkeiten nutzen:

Bei kritischen Anzeichen sofortige Information an den Gewässereigentümer / Verpächter und
Bitte um Unterstützung.

Insbesondere wenn der Verpächter eine öffentlicher Träger ist (z.B. Gemeinde, Stadt,
Forstamt etc.) hat dieser einen ganz direkten und guten Draht zur den zuständigen Behörden
und kann leichter um direkte Amtshilfe bitten.

Rechtzeitige Meldung an die zuständige Untere Wasserbehörde des Kreises oder der
kreisfreien Stadt, in der das Gewässer liegt. Die Kontaktdaten sollte sich jeder Anglerverein für
seine Gewässer vorsorglich raussuchen (siehe Homepage Kreis / Stadt) und gut auffindbar
bereitlegen.

Bei akuten Notfällen (z.B. Fischsterben) sofortige Anruf bei der Feuerwehr unter 112,
insbesondere abends und an Wochenenden, wenn die Untere Wasserbehörde nicht
erreichbar ist. Die Feuerwehr sollte dann gemäß Umweltalarmplan des zuständigen Kreises
die weiteren Schritte einleiten (Behörden-Information, ggf. Probennahme durch LANUV etc.).
Der Verein sollte sich aber rückversichern, dass dieses formale Verfahren des Umweltalarms
eingeleitet wird (Vorgangsnummer erfragen). Tote Fische müssen dem Gewässer schnell
entnommen und entsorgt werden, um die Verwesung im Wasser zu verhindern.

In Verdachts- oder Vorsorgefällen (z.B. für Not-Wasser-Versorgung oder bei Bedarf für
Pumpen / Belüftung) kann auch von örtlichen Partnern wie dem Technischen Hilfswerk (THW)
oder bei den zuständigen Wasserverbänden Hilfe und Rat eingeholt werden (Gebietskarte der
zuständigen Wasserverbände in NRW siehe www.agw-nrw.de,
unter Publikationen / agw-Imagebroschüre).

In Fällen direkter Einleitungen von schädlichen Stoffen (ggf. mit Schadensersatzfragen) kann
zusätzlich auch die Polizei eingeschaltet werden und es sollte eine Beweissicherung erfolgen
(inkl. Wasserproben, Fotos, Dokumentation der Art / Menge toter Fische).

Bezüglich der Fische (sterbende oder tote) und einer Aussage zur Ursache, z.B. auch
Fischkrankheiten kann der Fischgesundheitsdienst NRW beim LANUV (in Albaum) kontaktiert
werden (siehe www.lanuv.nrw.de unter Natur / Fischereiökologie / Ansprechpartner).

Abfischungen (elektrisch oder mit Netzen) sind in einer akuten Notsituation keine wirklich gute
Lösung (siehe zusätzlicher Stress und Fischverluste beim Transport und Umsetzen). Besser ist
eine langfristige Bestandsregulierung, die dem Gewässer angepasst ist (z.B. mit vorsorglichen
Fischentnahmen und Raubfischbesatz zur Kontrolle von Massenfischen).

Für allgemeine Auskünfte zum Thema und eine Beratung stehen die Biologen und Fischwirte
in der Geschäftsstelle des RhFV (02241-14735-0, info@rhfv.de) und der Referent für
Gewässerfragen des RhFV, Herr Heiner Kreymann (siehe www.rhfv.de) zur Verfügung

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