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Rheinischer Fischereiverband von 1880 e.V.

Mitglied im Fischereiverband Nordrhein-Westfalen e.V.

Mitglied im Landessportbund Nordrhein-Westfalen e.V.

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Der Rheinische Fischereiverband von 1880 e.V. ist der Verband für Angler und aller am Schutz von Natur, Umwelt und Gewässern 
interessierten Bürger und Organisationen.

 

 

Modernes Zuhause für junge Fische

Besatzfischzucht des Ruhrverbands in Möhnesee-Körbecke wurde umfassend modernisiert.

Der Ruhrverband züchtet in seinem Fischereigehöft in Möhnesee-Körbecke seit den 1960er-Jahren Fische,
die für das fischereiliche Management der Talsperren sowie für Artenschutzprojekte benötigt werden.
Foto Ruhrverband

 

Pressemeldung Ruhrverband
Mittlerweile werden dort pro Jahr rund zwölf Millionen Jungfische, bestehend aus den sechs Fischarten
Hecht, Seeforelle, Seesaibling, Große Maräne, Quappe und Äsche, gezüchtet und später besetzt.

Allerdings waren sowohl das Bruthaus als auch diverse Aufzuchtbecken im Außenbereich in die Jahre
gekommen. Die letzte größere Teilmodernisierung fand in den Neunziger-Jahren statt. Außerdem haben
die verschiedenen Fischarten, mit denen der Ruhrverband heutzutage arbeitet, ganz unterschiedliche
Ansprüche an ihre Erbrütungs- und Aufzuchtbedingungen, so dass eine Modernisierung der Zuchtanlage
dringend notwendig war. Um keine Zuchtsaison – die sich jeweils von Ende Oktober bis Ende Mai eines
Jahres erstreckt – zu versäumen, wurde die Umsetzung über den Zeitraum Mai 2020 bis Februar 2022
gestreckt. Kleiner und großer Brutraum sowie die Außenanlage wurden nacheinander modernisiert.

Ein großes Augenmerk bei der Planung der Modernisierungsmaßnahme wurde dabei auf die
Energieeffizienz und eine optimierte Überwachungstechnik gelegt: Das Dach des Bruthauses wurde bereits
im Vorfeld saniert und erhielt eine 140 Millimeter starke Aufdachdämmung. Innerhalb des Gebäudes
wurden Decken, Wände und Böden kernsaniert und alle Versorgungsleitungen erneuert. Neu installiert
wurden eine automatisierte Raumlüftung sowie eine für die Fischaufzucht optimierte automatisierte
Beleuchtung. Die Erbrütungs- und Aufzuchtbecken wurden fast vollständig ausgetauscht, die für die
Teilkreislaufanlage erforderlichen Hochbehälter durch Behälter aus modernen PE-Materialien ersetzt und
die einzelnen Wasserkreisläufe mit energieoptimierter Pumpentechnik ausgerüstet. Die Wasserkreisläufe
können außerdem nun im Bedarfsfall gezielt gekühlt oder erwärmt werden.

m großen Brutraum wurde über der eigentlichen Beckenanlage eine Arbeitsbühne aus Metall eingezogen,
die zusätzliche Stellfläche für Aufzuchtrinnen und damit mehr Kapazitäten zur Ei-Erbrütung und Aufzucht
bietet. Die Filtertechnik wurde ebenfalls völlig erneuert und besteht jetzt aus Bio- und Trommelfiltern sowie
einer UV-Desinfektion. Dadurch können den hochwertigen Besatzfischen während der gesamten Aufzucht
optimale Lebensbedingungen geboten werden. Die Aufzuchtbecken in der Außenanlage wurden mit einem
fischschonenden Anstrich versehen, der sich durch eine besonders glatte Oberfläche und eine optimierte
Farbgebung auszeichnet.

Mit der neuen Überwachung und Steuerung der Anlagentechnik ist es nun möglich, die Wasserparameter
digital zu überwachen und detailliert zu erfassen. So wird beispielweise dem Prozesswasser bei Bedarf
automatisch Sauerstoff zugeführt oder bei einem Stromausfall die Stromversorgung der gesamten Anlage
automatisiert über ein integriertes Notstromaggregat gewährleistet. Die Alarmierung des
Bereitschaftsdienstes erfolgt per Anruf sowie parallel über eine App, in der der jeweilige Störungsfall
detailliert abrufbar ist und umgehend bewertet werden kann.

Mit der noch anstehenden Installation der Photovoltaikanlage inklusive Batteriespeicher, die den
Strombedarf der Fischzuchtanlage und des Fischereibetriebes umweltfreundlich decken soll, sind die
Modernisierungsmaßnahmen bald abgeschlossen. Wenn alles fertig ist, wird die Fischzuchtanlage des
Ruhrverbands für die nächsten Jahrzehnte zukunftsfähig sein und es uns noch besser ermöglichen,
wertvolle Besatzfische tierschutzgerecht und effizient aufzuziehen. Gefördert wurde die Sanierung übrigens
zu 50 Prozent aus Mitteln des Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF).


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